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               Am Ende des Jahres wird es still            

    Nicht laut.
    Nicht dramatisch.
    Eher so wie auf diesem Bild.

    Ein Gesicht, das nichts mehr erklären muss.
    Geschlossene Augen, kein Blick nach außen.
    Kein Suchen. Kein Korrigieren. Kein inneres Protokoll.

    Zum Jahresende passiert oft etwas Merkwürdiges:
    Der Drang, noch schnell aufzuräumen, zu bilanzieren, sich neu zu erfinden.
    Listen. Vorsätze. Bewertungen.

    Und gleichzeitig meldet sich etwas Tieferes.
    Leiser.
    Ehrlicher.

    Es fragt nicht: Was habe ich erreicht?
    Es fragt: Wo habe ich mich wiedererkannt?

    Dieses Bild erzählt genau davon.
    Von dem Moment, in dem das Denken müde wird.
    In dem die Geschichte über „mein Jahr“ langsam zerbröselt.
    In dem nichts mehr verbessert werden muss.

    Das Gesicht lächelt nicht, weil alles gut gelaufen ist.
    Es lächelt, weil nichts mehr festgehalten wird.

    Das alte Jahr will keine Analyse.
    Es will Entlastung.

    Nicht durch Tun.
    Durch Weglassen.

    Gedanken, die sich ständig wiederholen.
    Schuldige Rückblicke.
    Die Idee, man hätte etwas anders machen müssen.

    All das darf jetzt gehen.
    Ganz ohne Drama.

    Jahresende ist kein Abschluss.
    Es ist ein Erinnern ohne Gedächtnis.

    Ein inneres Zurücklehnen.
    Ein stilles Anerkennen:
    Ich war da. Das reicht.

    Vielleicht ist genau das die Einladung dieser Zeit:
    Nicht noch mehr Licht hineinzubringen.
    Sondern aufzuhören, es zu verdecken.

    So wie dieses Bild.
    Wenig Linien.
    Viel Raum.
    Und etwas, das von selbst leuchtet.

    Kein Neuanfang ist nötig.
    Kein Vorsatz.
    Kein Versprechen.

    Nur dieser eine Moment,
    in dem du dich nicht mehr erklärst.

    Und das Jahr darf gehen.
    Ganz von selbst.

    Herzlichst, Heike Michaela